Rathaus und Roland in Bremen

Steinerne Zeugen bürgerlicher Selbstbestimmung
Art der Stätte:
Kulturstätte
Aufnahmejahr:
2004
Bundesland:
Bremen
Ort:
Bremen
Rathaus und Roland

Das Rathaus und der Roland auf dem Marktplatz zu Bremen repräsentieren in herausragender Weise die Entwicklung bürgerlicher Autonomie und Souveränität im Heiligen Römischen Reich. Beide wurden 2004 in die Liste des UNESCO-Welterbes eingetragen. Das Rathaus wurde Anfang des 15. Jahrhunderts im gotischen Stil erbaut und im frühen 17. Jahrhundert im Stil der Weserrenaissance renoviert. Die Rolandstatue auf dem Marktplatz wurde 1404 errichtet und symbolisiert die Rechte und Privilegien der Freien Reichsstadt Bremen.

UNESCO-Welterbetag 2020

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Politik im UNESCO-Welterbe Rathaus Bremen

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Das Rathaus ist seit seiner Grundsteinlegung 1405 Sitz der kommunalen Selbstverwaltung und seit seiner Neugründung nach dem Zweiten Weltkrieg Sitz der Landesregierung des Zwei-Städtestaates – bestehend aus den Städten Bremen und Bremerhaven. Der Bürgermeister ist zugleich Präsident des Senats im Rang eines Ministerpräsidenten. Hier tagt wöchentlich das Kabinett: der Senat der Freien Hansestadt Bremen: www.rathaus.bremen.de

Einladung in das UNESCO-Welterbe Rathaus Bremen

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Das Bremer Rathaus steht allen Gästen offen. 60.000 Menschen aus nah und fern besuchen das UNESCO-Welterbe Jahr für Jahr: bei Veranstaltungen des Senats, mit Gästeführungen, zu Ausstellungen in der Unteren Rathaushalle oder dem Weihnachtsmarkt der Kunsthandwerker oder als Besucherinnen und Besucher der Gastronomie im Ratskeller oder dem historischen Weinhandel.

UNESCO-Welterbe Rathaus und Roland zu Bremen

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Rathaus und Roland stehen auf der UNESCO-Welterbeliste als Einzeldenkmäler, als wunderbare und einzigartige Beispiele für Demokratie. Sie stehen für Selbstbestimmung, für städtische Autonomie und für Marktgerechtigkeit. Sie sind hier auf dem Marktplatz eingebettet in ein weltweit einzigartiges Ensemble, das hochwertige Denkmäler der Kirche, des Parlamentarismus, des Wirtschaftslebens und bürgerlicher Kultur vereint.

Erfahren

Heiraten im UNESCO-Welterbe Rathaus Bremen

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Jeden Freitag ist das Gobelinzimmer im Rathaus quasi Standesamt: dann ist Heiraten an diesem besonderen Ort möglich – mit Empfang und Rathausführung für das Hochzeitspaar und seine Gäste. Sonst finden in diesem nicht öffentlichen Raum politische Beratungen des Senats statt oder werden Konsuln und offizielle Gäste zu Konsultationen empfangen

Denkmalpflege im UNESCO-Welterbe Rathaus Bremen

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Die Bauaufgabe „Rathaus“ ist in der Kunstgeschichte der selbstverwalteten Städte immer wesentlich gewesen. Das Bremer Rathaus ist dafür weltweit bester Repräsentant für die Welterbeliste – weil es so authentisch und original erhalten ist. Diese Authentizität zu pflegen ist Aufgabe der Denkmalpflege. Und daran arbeiten und forschen wir, auch um die Baugeschichte zu vertiefen.

Das UNESCO-Welterbe auf köstlichem Fundament in Bremen

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Der Ratskeller ist das Reich des Bremer Ratskellermeisters. Er ist Garant für ein besonderes Qualitätslabel deutscher Weine aller 13 Anbaugebiete. In der Schatzkammer hegt und pflegt er die ältesten und immer noch trinkbaren Flaschen-Weine Deutschlands, bis hin zum ältesten Rheingauer aus dem Jahr 1727. In den benachbarten Fasskellern sechs Meter unter der Erde lagern deutsche Wein-Raritäten – der älteste Fasswein Deutschlands ist ein Rüdesheimer aus dem Jahr 1653 – zu besuchen im berühmten Rosekeller zu Bremen.

Historischer Dachboden im UNESCO-Welterbe Rathaus Bremen

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Der Dachboden auf dem alten gotischen Rathaus ersetzte seit 1612 das ursprüngliche, relativ flache Dach. Es sollte für das aufstrebende Bürgertum vis-à-vis zum Dom des Bischofs eine repräsentative, herausragende Gestalt bekommen. Geschaffen hat der Zimmermeister Johann Stolling von der Stolzenau ein wahres Meisterwerk der Statik mit enormer Höhe. Und um die Last der Decke nach unten nicht mit Säulen abfangen zu müssen, konstruierte er ein Hängewerk, das geschickt Druck- und Zugkräfte balanciert.

Das öffentliche Leben im UNESCO-Welterbe Rathaus Bremen

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Bremen feiert künftig sein Welterbe und die darin tradierte Idee von Autonomie und städtischer Selbstverwaltung mit allen Bürgerinnen und Bürgern: Die Bremer UNESCO-Welterbetage sollen alljährlich vom Tag des Linzer Diploms am 1. Juni bis zum traditionellen UNESCO-Welterbtag aller deutschen Welterbestätten als Fest auf dem Marktplatz stattfinden. Sie sollen politische Partizipation und Bürgerbeteiligung in der Stadt sichtbar machen und für die Werte werben, die unser freiheitliches, tolerantes, gleichberechtigtes, soziales, weltoffenes und gerechtes Miteinander ausmachen. Den Auftakt setzt das schon traditionelle Mitsingfest „Bremen so frei“ und besingt in elf Liedern die bremische Geschichte.

Experimentieren

Lucia und die Bremer Stadtmusikanten

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Lucia, Bremerin und Stadtmusikanten-Fan, erklärt, was sie an den Bremer Stadtmusikanten so toll findet.

Das Lied Bremer Rathaus beim Mitsingfest Bremen so frei

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Lieder über Bremens Geschichte und den freiheitlichen Wind, der sie durchweht: Basierend auf einer Idee von Eberhard Kulenkampff wird in 11 Liedern Bremer Geschichte von den Anfängen bis heute dargestellt. Und in allen Liedern ist der freiheitliche Wind zu spüren, der durch die Geschichte Bremens weht. Die Lieder wurden eigens von den Gebrüdern Jehn und Imke Burma 2017 neu geschrieben, sinnlich, mit Humor und Poesie, Lieder, die Spaß machen und auch durchaus zum Nachsinnen anregen sollen. Das Lied Bremer Rathaus wurde dem Baumeister Lüder von Bentheim „in den Mund gedichtet“.

Das Lied Bremer Roland beim Mitsingfest Bremen so frei

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Der steinerne Roland entstand 1404 in etwa zeitgleich mit dem Bremer Rathaus. Vorbild für das Denkmal war der Sage nach Ritter Roland, ein Gefolgsmann von Kaiser Karl dem Großen. Dieser Ritter zeichnete sich durch besondere Klugheit und Tapferkeit aus.
Das Lied beschreibt den Roland, wie er auf dem Bremer Marktplatz steht.