Eröffnung des bundesweiten UNESCO-Welterbetags

Am 7. Juni 2026 eröffnet Regensburg den UNESCO-Welterbetag, der bundesweit unter dem Motto „Gemeinsam für Frieden und Verständigung!“ steht.

Am ersten Sonntag im Juni feiern die UNESCO-Welterbestätten in ganz Deutschland die Vielfalt des kulturellen und natürlichen Erbes, in diesem Jahr unter dem bundesweiten Motto „Gemeinsam für Frieden und Verständigung“. In Kooperation mit der Deutschen UNESCO-Kommission und dem Verein UNESCO-Welterbestätten Deutschland e.V. richtet die Stadt Regensburg am 7. Juni die Eröffnungsfeier des bundesweiten Aktionstags aus und verbindet sie mit einem besonderen Jubiläum: 20 Jahre UNESCO-Welterbetitel „Altstadt Regensburg mit Stadtamhof“.

Die Regensburger Altstadt zählt zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Großstädten Europas. Die einzigartige historische Bausubstanz, die Bedeutung als mittelalterliche Handelsmetropole und die Rolle als Ort des Immerwährenden Reichstags begründen den außergewöhnlichen universellen Wert, der 2006 zur Verleihung des Welterbetitels führte. Seit zwei Jahrzehnten widmet sich die Stadt Regensburg dem Schutz, der Bewahrung und der Vermittlung dieses Erbes.

Am 7. Juni starten die Feierlichkeiten um 11 Uhr mit einem offiziellen Festakt im historischen Reichssaal. Jener Ort, an dem vor 20 Jahren die UNESCO-Urkunde überreicht wurde. Durch ein Kontingent an kostenfreien Bürgertickets wird der Festakt auch für die Stadtgesellschaft zugänglich sein. Parallel dazu lädt die Welterbemeile am Marc-Aurel-Ufer zu einem bunten, kostenlosen Programm ein. Zu den besonderen Höhepunkten zählen die interaktive XR-Bodeninstallation „Salzsammler“ im Besucherzentrum Welterbe, eindrucksvolle Reenactment-Szenen, die Präsentation des zweiten Welterbetitels „Donaulimes“ sowie ein vielfältiges Sonderführungsprogramm, darunter auch spezielle Jubiläumsführungen. Eine Aktion mit Friedenstauben wird der Partnerstadt Odessa gewidmet, die klimatische Entwicklung der Welterbestadt wird beleuchtet und auch das immaterielle Kulturerbe wie das Bauhüttenwesen oder die Flößerei können entdeckt werden. Eine Podiumsdiskussion in Kooperation mit der Deutschen UNESCO-Kommission widmet sich dem Thema: „20 Jahre Welterbe in Regensburg: Gemeinsam für Dialog und Verständigung“.

Bereits am Samstag, 6. Juni öffnet am Haidplatz der Markt der Welterbestätten, bei dem sich zahlreiche weitere Kulturerbestätten aus Deutschland und Bayern vorstellen werden. Somit ist ein Streifzug durch die deutsche Welterbelandschaft mitten in der Regensburger Altstadt möglich!

Das Programm an beiden Tagen läuft von 11 bis 17 Uhr.

Blick auf die Steinerne Brücke und die Altstadt von Regensburg

2025: Eröffnungsfeier in Hildesheim

Unter dem Motto „Vermitteln, verbinden, begeistern – 20 Jahre UNESCO-Welterbetag“ feierten die 54 Welterbestätten am 1. Juni 2025 auf Einladung der Deutschen UNESCO-Kommission und des Vereins UNESCO-Welterbe Deutschland den UNESCO-Welterbetag. Gastgeberin der Eröffnungsfeier in diesem Jahr war die UNESCO-Welterbestätte Mariendom und Michaeliskirche in Hildesheim.

Der Hildesheimer Dom und die ehemalige Benediktinerabteikirche St. Michael legen ein außergewöhnliches Zeugnis von der religiösen Kunst im Heiligen Römischen Reich und der frühromanischen Architektur ab. Die Kirchen und ihre Kunstschätze vermitteln ein umfassendes Verständnis der Einrichtung romanischer Kirchen im christlichen Abendland. Sie wurden 1985 in die Welterbeliste der UNESCO eingeschrieben.

Am UNESCO-Welterbetag erwartete Besucherinnen und Besucher ein vielfältiges Programm. Ein Highlight war die bundesweite Eröffnungsfeier in der Michaeliskirche in Hildesheim. Die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission Prof. Dr. Maria Böhmer und der Vorsitzende des UNESCO-Welterbestätten Deutschland e.V. Fritz S. Ahrberg eröffneten gemeinsam den UNESCO-Welterbetag. Weitere Grußworte sprachen die Bürgermeisterin der Stadt Hildesheim Dr. Doris Wendt und Prof. Dr. Joachim Schachtner, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Kultur und Wissenschaft. Musikalisch wurde die Veranstaltung durch den Bläserkreis St:Michael begleitet.

Bei der öffentlichen Podiumsdiskussion zum Thema „40 Jahre Welterbe in Hildesheim: Wen interessiert das eigentlich?“ auf dem Domhof diskutierten unter anderem Vertreterinnen und Vertreter des Auswärtigen Amts, der Deutschen UNESCO-Kommission, des Hildesheimer Dommuseums sowie der Stiftung Universität Hildesheim darüber, wie es gelingen kann, die Welterbe-Idee zu vermitteln und Menschen für das Welterbe zu begeistern.

Wir sind begeistert von der lebhaften Teilnahme zum UNESCO-Welterbetag in ganz Deutschland und bedanken uns bei allen UNESCO-Welterbestätten sowie den Organisatorinnen und Organisatoren von rund 350 Veranstaltungen für ihr großartiges Engagement!

 

Auftritt des Bläserkreises St:Michael vor der Michaeliskirche in Hildesheim